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Projekt InKLUsion 2016 - 2019

Inklusion - ein großes Ziel und viele kleine Schritte, um
sich darauf zuzubewegen

GeorgWeber

20.5.2019 Abschlussveranstaltung in Stuttgart und Überreichung der Zertifikate für die Projektteilnehmer


In der Zeit von 2016 bis 2019 hat unser Kindergarten am Projekt InKlUsion des Ev. Landesverbandes Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V. teilgenommen. Wir haben uns beworben, weil uns die Vielfalt, die die Kinder und Familien in unsere Einrichtung mitbringen, beschäftigt und in unserer Pädagogik fordert. Wir wurden als eine von 26 Kindertageseinrichtungen ins Projekt aufgenommen und haben im Team und gemeinsam mit unserer fachlichen Begleitung beispielsweise folgende Bereiche unserer Arbeit reflektiert:


  • Wie sieht die Lernumgebung in unserem Kindergarten aus? Ist die Vielfalt in unseren Familien beim Spielmaterial zu erkennen?

    Daraufhin haben wir neue Bücher angeschafft, welche Ausgrenzung und Interaktion oder heutigen Rollenbildern zum Inhalt haben. In der Puppenecke und beim Verkleidungsmaterial haben wir neu ausgewählt und auch (Spiel)materialien aus anderen Ländern, wie zum Beispiel, die in der arabischen Welt üblichen Teegläsern, angeschafft.

  • Wo gibt es Kommunikationsbarrieren für Kinder und Eltern, die in unseren Kindergarten kommen?

    So bemühen wir uns Elternmitteilungen in sogenannter "Leichten Sprache" zu verfassen. Eine Kollegin besuchte eine Veranstaltung zu gebärdenunterstützende Kommunikation nach dem Konzept "Schau dir meine Hände an". Auch diese soll künftig vermehrt zum Einsatz kommen, denn sie unterstützt das gesprochene Wort mit festgelegten Gebärden, welche Kinder z.B. mit Sprachschwierigkeiten beim Spracherwerb und in ihrer Ausdrucksfähigkeit unterstützen.


Das Projekt knüpfte dabei an die Situation unserer Familien und unseren Erfahrungen und Kenntnissen mit vielfältigen Lebenslagen der Kinder und Familiensituationen an. Eigentlich war Inklusion für uns nicht so neu, wie wir erst dachten. Wir konnten unseren Umgang mit unseren Kindern und Familien reflektieren, wobei uns die fachliche Begleitung sehr geholfen hat. Vielfalt ist eine Herausforderung aber auch eine Bereicherung und Chance, voneinander und miteinander zu lernen. Wir stellen uns der Auseinandersetzung, lernen dabei selbst immer wieder neue Dinge und haben unseren Blick auf Chancengerechtigkeit und Beteiligung aller Kinder und Eltern geschärft.